Ohm, Barbara Historikerin
Medien spielen seit Erfindung des Buchdrucks eine immer wichtigere Rolle. Luthers gedruckte Schriften entfalteten durch ihre nun mögliche weite Verbreitung eine enorme Wirkung. Der bewusste Einsatz von Flugblättern - schon damals von Manipulation und Verleumdung geprägt - beeinflussten die öffentliche Meinung in den religiösen, politischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzungen der Zeit. Nach dieser ersten Medienrevolution im 16. Jahrhundert brachten im 17. und besonders im 18. Jahrhundert regelmäßig erscheinende Zeitungen und Zeitschriften neue, flächendeckende Informationsmöglichkeiten und ließen eine breite, kritische Öffentlichkeit entstehen, die auf die Politik Einfluss nahm. Die freie Presse entwickelte sich zu einem Kern der Demokratie. Film, Funk und Fernsehen veränderten im 20. Jahrhundert das Leben der Menschen bis ins Private, beeinflussten als Massenmedien und als immer wichtigere Bildmedien Unterhaltung und Information. Die zweite Medienrevolution im 21. Jahrhundert, die Digitalisierung von Text, Ton und Bild, Social Media und die Mobilität der Medien brachte eine enorme, ganz neue Wirkung auf das alltägliche Leben, die Kommunikationsfähigkeit und auf gesellschaftliche Debatten. Der Kurs geht der Geschichte der Medien nach, ihrem Einfluss auf Politik und Veränderungen in der Gesellschaft, auf Alltag und Lebensstil der Menschen, ihre Überforderung durch eine Überfülle an Informationen, aber auch auf ihren Missbrauch, wie im Nationalsozialismus, und vor allem auf die Gefährdung der Demokratie durch Verunglimpfung der freien Presse als "Lügenpresse" sowie durch Fake News und "alternative Fakten". Die Historikerin Barbara Ohm beschäftigt sich mit Themen der neueren Geschichte sowie mit der Fürther Stadtgeschichte.
Wie schön, dass sich vor unserer Haustür ein international renommiertes Museum befindet! Seine Exponate und Sonderausstellungen anzuschauen, genau anzuschauen und darüber zu reden, macht immer wieder Freude. In diesem Semester geht es u. a. um die Ausstellung "Nürnberg global. 1300 bis 1600", um Nürnberg als internationales Zentrum von Handel, Kunst und Ideen.
Ein Besuch des Germanischen Nationalmuseums macht immer wieder Freude. Die hervorragenden Exponate sind stets ein Anlass zu anregenden Betrachtungen. In diesem Semester geht es um Bildnisse vom 15. bis zum 18. Jahrhundert (das 19. ist zur Zeit im Umbau) und im 20. Jahrhundert, also um Portaits, mit denen die Veränderungen des Menschenbildes sichtbar werden, und um Selbst-Portaits, die zeigen, wie und warum Künstler sich selbst darstellen.
Ein Besuch des Germanischen Nationalmuseums macht immer wieder Freude. Die hervorragenden Exponate sind stets ein Anlass zu anregenden Betrachtungen. In diesem Semester geht es um Bildnisse vom 15. bis zum 18. Jahrhundert (das 19. ist zur Zeit im Umbau) und im 20. Jahrhundert, also um Portaits, mit denen die Veränderungen des Menschenbildes sichtbar werden, und um Selbst-Portaits, die zeigen, wie und warum Künstler sich selbst darstellen.
