Geschichten aus Nationalparks und dem Taubertal – Spannend, poetisch und bewusstseinserweiternd. Während zahlreicher Aufenthalte in Nationalparks und anderen Orten großer natürlicher Schönheit entstanden Leonhard F. Seidls Erzählungen und Essays. In ihnen verwebt er die Geschichten der jeweiligen Regionen mit seinen eigenen Erlebnissen und Empfindungen. Der Mythos von Alkyon erzählt ihm von der Witwe, deren Trauer um ihren ertrunkenen Mann sie selbst ins Meer trieb, wo die Götter beide in Eisvögel verwandelten. Seidl begegnet seinem Eisvogel im österreichisch-tschechischen Nationalpark Thayatal / Podyjí an der Grenze des einstigen "Eisernen Vorhangs". Leonhard F. Seidl (1976), Autor von sechs Romanen, war in vier Nationalparks in Deutschland, Österreich und Tschechien Nature Writer in Residence. Er hat zahlreiche Preise und Stipendien erhalten, wie den Kulturpreis der Stadt Fürth (2022). Anmeldung willkommen, aber nicht erforderlich.
Wie erzählt man von einer Mutter, die zeitlebens fremd blieb? In Ostpreußen geboren, vor der Roten Armee geflohen, auf Umwegen irgendwo im deutschen Westen angekommen und dort, im neuen Leben, immer fremd geblieben. Fremd auch der eigenen Tochter, die sich weiter und weiter entfernte, bis die Geschichte der Mutter irgendwann unbegreiflich geworden war. "Muttermale" erzählt eine behutsame Annäherung: Dagmar Leupold spürt in verbliebenen Gegenständen, Fotos und Worten nach, was über die Zeit hinweg von der Mutter zu ihr spricht. Leupold, 1955 geboren, lebt als Autorin und Übersetzerin in München.
„Ich denk nicht dran" ist keine medizinische Abhandlung, sondern ein poetisches, authentisches und unterhaltsames Sachbuch über ein Schicksal, das viele fürchten - aber kaum jemand so beschreibt. Ein Buch über das Leben mit Alzheimer, bevor alles verloren geht - und darüber, wie viel Lebensfreude trotz allem möglich ist. Als Jo Failer mit 51 Jahren die Diagnose „Alzheimer Frühform" erhält, steht er noch mitten im Alltag: berufstätig, Vater von zwei kleinen Kindern, umgeben von vielen Freunden. Sein Buch ist der Versuch, die Krankheit sichtbar zu machen, solange er es noch kann. Nicht durch Statistiken, nicht durch Klischees - sondern durch echte, persönliche Momente. Jo Failer, Jahrgang 1972, ist Journalist und Moderator. Er schrieb unter anderem für die "Schwäbische Zeitung" und arbeitete bei Sat.1 für "ran"; ebenso war er in weiteren redaktionellen und moderativen Funktionen tätig.
Was bedeutet es, mit Demenz zu leben – und wie können wir Betroffenen besser verstehen? Diplom-Psychologin und Liedermacherin Sarah Straub erzählt in ihrer Konzertlesung von persönlichen Begegnungen und verbindet ihre Erfahrungen mit Musik zu einem eindrücklichen Live-Programm. Sie vermittelt Einblicke in das Erleben von Menschen mit Demenz und zeigt Wege auf, ihnen im Alltag mit mehr Verständnis zu begegnen.
