Was für ein Theater!?
Zusammen.HALT auf der Bühne und darüber hinaus: Gemeinsam mit dem Stadttheater vertiefen wir Themen aktueller Stücke und schaffen Raum für Austausch und Reflexion.
In der Kooperation mit dem Stadttheater Fürth gestalten wir Veranstaltungen rund um den Spielzeit-Schwerpunkt Zusammen.HALT, die hinter die Kulissen blicken, historische Verantwortung greifbar machen und künstlerische Perspektiven diskutieren. Wir flankieren nicht nur einzelne Stücke, sondern vertiefen ihre Themen – etwa zu Erinnerungskultur, Kunstfreiheit oder gesellschaftlichem Zusammenhalt. So entstehen ergänzende Perspektiven auf zentrale Fragen unserer Zeit.
Alle Veranstaltungen der Reihe finden Sie hier.

Alle Veranstaltungen der Reihe "Was für ein Theater!?"
Als ein zentral gesteuertes Mittel zur Durchsetzung und Legitimation ihrer Staats-, Rassen- und Gesellschafts-Ideologie war die bildende Kunst ein wichtiger politischer Baustein im Dritten Reich. Sie diente der Propaganda, der Ausgrenzung und Verfolgung Andersdenkender und war für die totalitäre Kontrolle von Gesellschaft und Kultur unverzichtbar. Ihre Aufgaben waren, das Idealbild des „arischen“ Menschen zu vermitteln und die Überlegenheit der „nordisch-arischen Rasse“ zu spiegeln. Sie diente vor allem dazu, die Einheit von „Führer, Volk und Reich“ zu unterstützen. Im Vortag werden kunst-ideologische Positionen vorgestellt sowie ihre geistigen Urheber benannt. Die Ablehnung und Bekämpfung moderner und abstrakter Kunst gipfelte 1937 in der Ausstellung „Entartete Kunst“. Mit zahlreichen Bild-Beispielen und Berichten von Schicksalswegen von Künstler*innen soll im Vortrag in das dunkle Kapitel deutscher Kunstgeschichte eingeführt werden. Die Kunsthistorikerin Ingeborg Neubert arbeitet seit vielen Jahren in der Kunstvermittlung, u.a. in der vhs Fürth. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts. Sie ist Mitglied im Deutschen Verband für Kunstgeschichte.
Erlebe das Fürther Stadttheater aus einer einzigartigen Perspektive! Bei dieser exklusiven Fotoexkursion öffnen sich Türen zu verborgenen Räumen, die dem Publikum sonst nicht zugänglich sind. Ob mit Kamera oder Smartphone – alle Fotografiebegeisterten sind willkommen. Begleitet von Fototrainer Thomas Dettweiler bekommst du spannende Einblicke und fotografische Tipps, um die Atmosphäre und Architektur des Theaters perfekt einzufangen.
Am 20. und 21. Januar 2026 zeigt das Stadttheater Fürth das musikalische Theaterstück „Alice – Spiel um dein Leben“. Die Produktion erzählt die Lebensgeschichte der jüdischen Pianistin Alice Herz-Sommer, die das Ghetto Theresienstadt überlebt hat – durch Musik, innere Stärke und Menschlichkeit. Die Schauspielerin Natalie O’Hara übernimmt in diesem Ein-Personen-Stück nicht nur viele Rollen, sondern begleitet sich selbst am Klavier – mit Musik aus ganz unterschiedlichen Epochen und Stilrichtungen. Im vorbereitenden Workshop widmen wir uns der spannungsvollen Verbindung von künstlerischem Ausdruck und historischem Grauen: Wie wirkt Musik als Überlebensstrategie? Welche Rolle spielt die persönliche Biografie auf der Bühne – und was können solche Darstellungen zur Erinnerungskultur beitragen? Gemeinsam diskutieren wir, was es bedeutet, Geschichte über Kunst erfahrbar zu machen – und warum es gerade heute wichtig ist, solche Geschichten zu erzählen.
Inhalt s. Kurs Nr. 56007
