Moritz, Simon Diplom-Politologe (Univ.)
Der Begriff „Kulturkampf“ stammt aus dem 19. Jahrhundert, doch das Phänomen reicht weiter: immer wieder prallen Weltanschauungen aufeinander – Religion gegen Säkularismus, Fortschritt gegen Tradition, Freiheit gegen Ordnung. Der Vortrag zeichnet die historischen Linien solcher Konflikte nach und zeigt, wie sie das Selbstverständnis westlicher Gesellschaften bis heute beeinflussen. Er bietet eine geschichtliche Grundlage, um aktuelle Spaltungen in größeren Zusammenhang zu stellen. Simon Moritz ist Diplom-Politologe und selbstständiger Dozent in der politischen Erwachsenenbildung.
Nie zuvor war Information so leicht zugänglich – und zugleich so trennend. Der zweite Vortrag widmet sich den Mechanismen moderner Polarisierung: Filterblasen, Empörungsdynamiken und die wachsende Rolle sozialer Medien als politische Bühnen. Dabei werden auch politische Strategien beleuchtet, die gezielt auf gesellschaftliche Spaltung setzen. Anhand aktueller Beispiele aus Europa und Nordamerika wird diskutiert, wie Öffentlichkeit, Vertrauen und Wahrheit in einer digitalisierten Welt neu ausgehandelt werden. Simon Moritz ist Diplom-Politologe und selbstständiger Dozent in der politischen Erwachsenenbildung.
Im abschließenden Vortrag steht die Frage im Mittelpunkt, wie Gesellschaften mit ihren inneren Spannungen umgehen können. Welche kulturellen, moralischen und politischen Grundlagen tragen noch – und welche sind umstritten? Der Blick richtet sich auf Initiativen, die Verständigung suchen, auf Bildungsarbeit, politische Kultur und die Verantwortung der Medien. Der Vortrag ermutigt zur Reflexion über gemeinsame Werte und zur Suche nach neuen Formen gesellschaftlicher Balance zwischen Vielfalt und Zusammenhalt. Simon Moritz ist Diplom-Politologe und selbstständiger Dozent in der politischen Erwachsenenbildung.
