Moritz, Simon Diplom-Politologe (Univ.)
Was bedeutet eigentlich „Macht“ – und wer verfügt im 21. Jahrhundert über sie? Lange Zeit schien die Antwort klar: Staaten, Militär und wirtschaftliche Stärke bestimmten die globale Ordnung. Doch heute treten neue Akteure auf den Plan – von multinationalen Konzernen bis hin zu digitalen Plattformen, die unseren Alltag prägen. Dieser Vortrag schafft Orientierung in einem komplexen Feld: Er beleuchtet verschiedene Formen von Macht – von militärischer und wirtschaftlicher bis hin zu politischer und medialer Einflussnahme – und zeigt, wie sie in unterschiedlichen politischen Systemen wirken. Wer sind die zentralen Akteure unserer Zeit? Wie unterscheiden sich Demokratien und Autokratien im Umgang mit Macht? Und welche Rolle spielen wir selbst in diesen Machtgefügen? Der Vortrag legt das Fundament für die gesamte Reihe und bietet einen verständlichen Zugang zu einem der zentralen Begriffe unserer Gegenwart. Simon Moritz ist Diplom-Politologe und selbstständiger Dozent in der politischen Erwachsenenbildung.
Das Völkerrecht gilt als Fundament der internationalen Ordnung – es soll Konflikte begrenzen, Frieden sichern und Regeln für das Zusammenleben von Staaten schaffen. Doch angesichts aktueller Kriege und geopolitischer Spannungen stellt sich zunehmend die Frage: Gilt hier tatsächlich die Stärke des Rechts – oder setzt sich am Ende doch das Recht des Stärkeren durch? Der Vortrag führt in die Grundlagen des Völkerrechts ein und zeigt zugleich seine Grenzen auf. Anhand aktueller Beispiele wird deutlich, wie politische Interessen, Machtverhältnisse und doppelte Standards die Durchsetzung internationaler Normen beeinflussen. Wer kann das Völkerrecht durchsetzen – und wer entzieht sich ihm? So entsteht ein differenziertes Bild einer Ordnung, die zwischen Anspruch und Realität zunehmend unter Druck gerät. Simon Moritz ist Diplom-Politologe und selbstständiger Dozent in der politischen Erwachsenenbildung.
Globale Technologieunternehmen gehören zu den mächtigsten Akteuren unserer Zeit. Sie kontrollieren Kommunikationsräume, beeinflussen wirtschaftliche Entwicklungen und prägen zunehmend auch politische Prozesse. Wenige Konzerne verfügen über enorme Mengen an Daten, Kapital und Einfluss – eine Konzentration von Macht, die Fragen nach demokratischer Kontrolle aufwirft. Der Vortrag beleuchtet die Rolle großer Tech-Unternehmen im 21. Jahrhundert und fragt: Wie verändern digitale Plattformen unsere Öffentlichkeit? Wer entscheidet darüber, was sichtbar ist – und was nicht? Und welche Folgen hat es, wenn private Unternehmen zentrale Infrastrukturen der Meinungsbildung kontrollieren? Im Spannungsfeld zwischen Innovation, wirtschaftlicher Macht und politischer Verantwortung wird deutlich: Die digitale Transformation ist längst auch eine Machtfrage. Simon Moritz ist Diplom-Politologe und selbstständiger Dozent in der politischen Erwachsenenbildung.
Demokratien leben vom Prinzip politischer Gleichheit – jede Stimme zählt. Doch wie gleich verteilt ist politischer Einfluss tatsächlich? Neben gewählten Vertreterinnen und Vertretern wirken zahlreiche Interessengruppen auf politische Entscheidungen ein: Unternehmen, Verbände, NGOs und Netzwerke versuchen, ihre Anliegen in Gesetzgebungsprozesse einzubringen. Der Vortrag nimmt Lobbyismus als festen Bestandteil moderner Demokratien in den Blick – und fragt zugleich nach seinen Grenzen. Wo verläuft die Linie zwischen legitimer Interessenvertretung und problematischem Einfluss? Welche Rolle spielen Transparenz, Zugang und Ressourcen? Und wer bleibt möglicherweise außen vor? Anhand konkreter Beispiele wird sichtbar, wie politische Entscheidungen entstehen – und wie Macht auch jenseits von Wahlen ausgeübt wird. Simon Moritz ist Diplom-Politologe und selbstständiger Dozent in der politischen Erwachsenenbildung.
In modernen Gesellschaften wird Macht nicht nur durch Gesetze oder wirtschaftliche Stärke ausgeübt – sondern auch durch die Kontrolle von Informationen und Deutungen. Medien prägen, worüber wir sprechen, wie wir Ereignisse einordnen und was wir für wahr halten. Gleichzeitig eröffnen soziale Netzwerke neue Räume der Kommunikation – aber auch der Manipulation. Der Vortrag untersucht die Rolle von Medien und Information im politischen Machtgefüge. Wie entsteht öffentliche Meinung? Welche Akteure beeinflussen sie? Und wie verändern digitale Plattformen die Spielregeln von Öffentlichkeit? Themen wie Desinformation, „Fake News“ und gezielte Einflussnahme rücken dabei ebenso in den Fokus wie die Frage nach Verantwortung und Medienkompetenz. So wird deutlich: Der Kampf um politische Macht ist immer auch ein Kampf um Aufmerksamkeit, Deutung und Vertrauen. Simon Moritz ist Diplom-Politologe und selbstständiger Dozent in der politischen Erwachsenenbildung.
Fruchtbares Land ist in vielen Regionen Afrikas zur begehrten Ressource geworden – nicht nur für die lokale Bevölkerung, sondern auch für internationale Investoren. Unter dem Schlagwort Landgrabbing werden Millionen Hektar Land verkauft oder langfristig verpachtet – oft ohne Zustimmung der Menschen, die seit Generationen dort leben. Dieser Vortrag beleuchtet die Hintergründe dieser Entwicklung: Wer profitiert von den Landkäufen? Welche politischen und wirtschaftlichen Interessen stehen dahinter? Und welche Folgen hat Landgrabbing für Ernährungssicherheit, Umwelt und soziale Gerechtigkeit? Anhand konkreter Beispiele wird deutlich, wie sich globale Machtverhältnisse im lokalen Alltag widerspiegeln – und welche Wege es gibt, Landrechte zu schützen und nachhaltige Alternativen zu fördern. Simon Moritz ist Diplom-Politologe und selbstständiger Dozent in der politischen Erwachsenenbildung.
