Blauschwarze Holzbiene, Haus-Feldwespe, Achateule, Goldglänzender Rosenkäfer – sie alle und viele weitere Arten können in Städten vorkommen und sind dort Teil der urbanen Artenvielfalt. Wenn wir Lebensräume in Städten und Dörfern richtig gestalten, kann hier eine erstaunliche Vielfalt an Insekten gefunden werden. Dazu zählen Parks, Gärten, aber auch Balkone oder begrünte Flachdächer. Welche Arten hier beispielsweise leben können, was die Hauptursachen des Insektensterbens sind, was man in urbanen Lebensräumen für Insekten tun kann und warum wir sie unbedingt brauchen, erfahren Sie im Vortrag.
Auf einem Spaziergang entlang des Stadtökologischen Lehrpfades Fürth wollen wir gemeinsam erleben, mit welchen tierischen Mitbewohnern wir uns die Stadt teilen. Was ist unser persönlicher Bezug zu Tieren? Wie können wir ihnen das Wohnen in der Stadt angenehmer oder überhaupt möglich machen? Zusammen wollen wir hinsehen, hinhören und hinspüren. Mit kleinen Aktionen, interessanten Infos und einem Austausch in Bewegung, nähern wir uns der Lebenswelt der Tiere in unserer Stadt an. Der Spaziergang endet am Kirchplatz St. Michael. Die Referentin ist Naturpädagogin.
Wie wird aus einer konventionell genutzten Fläche ein lebendiges Ökosystem? Günther Ringel erläutert am Modell die zugrundeliegende Idee und führt anschließend zur Wiese. Dort erleben Sie, wie aus Monokultur Vielfalt entsteht – mit Insekten, Schafen und überraschenden tierischen Mitbewohnern. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie engagierte Menschen durch beharrliches Handeln Lebensräume zurückgewinnen können – und macht Mut, den eigenen ökologischen Handabdruck zu vergrößern.
Bei diesem Spaziergang durch den Fürther Stadtpark zeigt Reinhard Scheuerlein, wie faszinierend und zugleich lebenswichtig Bäume für unser städtisches Ökosystem sind. Alte Eichen, Linden oder Platanen spenden nicht nur Schatten, sondern filtern Luft, speichern Wasser und bieten Lebensraum für zahllose Tierarten. Entdecken Sie die grünen Riesen der Stadt als Klimaschützer, Kulturträger und stille Zeugen der Zeit – ein Rundgang für alle, die Natur mitten in Fürth neu schätzen lernen möchten. Weglänge: ca. 4 km
Er ist ein Sympathieträger, doch sein Lebensraum schrumpft: Der Igel steht inzwischen auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten. In ihrem Vortrag zeigt Margit Bilger (LBV Fürth), warum der stachelige Kulturfolger unsere Gärten braucht, welche Gefahren ihm in der Stadt drohen – und wie wir ihn mit einfachen Mitteln schützen können. Spannendes Wissen und viele Praxistipps für igelfreundliche Gärten.
Immer heißere Sommer, aufgeheizte Innenstädte und tropische Nächte – viele Städte leiden unter dem sogenannten Wärmeinseleffekt. Doch warum ist es in der Stadt oft deutlich wärmer als im Umland? Wie können Strategien zur Stadtbegrünung, klimagerechte Architektur und innovative Lösungen zur Abkühlung des urbanen Raums dazu beitragen, das Stadtklima angenehmer zu gestalten? In diesem Vortrag gehen wir diesen Fragen auf den Grund und werfen einen Blick auf spannende Beispiele und Ansätze aus der Stadt Fürth. Jonas Köhler ist Kulturgeograph und arbeitet als Klimaschutzbeauftragter der Stadt Fürth u.a. an der Stadtklima-Analyse der Stadt Fürth mit.
Die Gebäudebrüter – allen voran die faszinierenden Flugakrobaten der Mauersegler - wohnen schon seit Jahrhunderten mit den Menschen gemeinsam in Fürth. Ihre Präsenz am Himmel ist vor allem im Sommer zu sehen, denn sie sind Zugvögel. Aber das Zusammenleben ist bedroht, da Haussanierungen, städtische Nachverdichtung, moderne Bauweisen und Ressourcenmangel (Nahrung, Niststoffe) das Überleben in der Stadt gefährden. Deshalb beteiligt sich die Kreisgruppe Fürth des LBV am bayernweiten Projekt zum Schutz der Gebäudebrüter, welches wir vorstellen und Ihnen Tipps geben möchten zur Unterstützung der Arten. Wen die Gebäudebrüter nach dem Vortrag nicht loslassen, kann sie an verschiedenen Standorten in Fürth beobachten, wenn er sich der LBV-Exkursion am 5. Juli anschließt. Weitere Informationen im Vortrag.
Abendliche Führung um die Fürther Innenstadt. Viele landschaftliche Schmuckstücke existieren heute nur noch deshalb, weil engagierte Naturschützer sie vor dem Verlust bewahrt haben. Bei diesem Spaziergang am Rand der Innenstadt lernen wir die Fürther Talauen als eine gerettete Landschaft kennen. Dabei erfahren wir von der Bedeutung der Talauen und von ihrer Geschichte im Rahmen der Stadtentwicklung seit dem 2. Weltkrieg. Endpunkt Stadthalle Fürth, Weglänge: ca. 3 km
