Die Hospizidee steht für einen respektvollen und liebevollen Umgang mit Menschen in der letzten Lebensphase. Sie sorgt dafür, dass Sterbende nicht allein sind, sondern ganzheitlich – körperlich, emotional, sozial und spirituell – begleitet werden. Seit über 35 Jahren begleitet der Hospizverein Region Fürth e.V. Menschen in ihrer vertrauten Umgebung. "Dem Leben verpflichtet" – unter diesem Leitmotiv setzen wir uns dafür ein, dass Menschen bis zum letzten Moment in ihrer Ganzheitlichkeit gesehen und begleitet werden.
Ein Unfall, eine schwere Krankheit oder das Nachlassen der Kräfte im Alter - Situationen, in denen wir plötzlich nicht mehr in der Lage sind, selbst über medizinische Maßnahmen oder alltägliche Angelegenheiten zu entscheiden, können jeden treffen. Vielen ist nicht bewusst: Ehepartner, Kinder oder Eltern dürfen in solchen Fällen nicht automatisch für uns entscheiden - es sei denn, wir haben sie zuvor ausdrücklich bevollmächtigt. In dieser Veranstaltung erhalten Sie grundlegende Informationen zu Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und Betreuungsverfügung - mit dem Ziel, Ihre Selbstbestimmung rechtzeitig und wirksam zu sichern. Der Vortrag zeigt anhand alltagsnaher Beispiele auf, welche Entscheidungen Sie in diesen Dokumenten treffen können, welche Formulierungen sinnvoll sind und worauf bei Inhalt und Form zu achten ist. Zugleich erfahren Sie, wo die Grenzen solcher Verfügungen liegen und wie Sie sich vor Missbrauch schützen können. Dieses Angebot richtet sich an alle volljährigen Personen, die sich rechtzeitig mit ihrer persönlichen Vorsorge auseinandersetzen und Verantwortung für sich und ihre Angehörigen übernehmen möchten. Die Referentin ist Beraterin für Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung.
Was passiert, wenn ein Mensch stirbt – und welche Fragen stellen sich dann ganz konkret? Ein erfahrener Fürther Bestatter gibt anhand von Beispielen aus seinem Berufsalltag Einblicke in Abschiedskultur, Bestattung und Vorsorge. Dabei werden – ganz nah an der Realität – typische Situationen, Entscheidungen und Unsicherheiten sichtbar: Was ist zu bedenken, was kann im Vorfeld geklärt werden, was entlastet Angehörige? Darüber hinaus wirft die Veranstaltung auch einen Blick auf moderne und nachhaltige Bestattungsformen – etwa den Pilzsarg oder die Reerdigung – und zeigt, wie sich die Bestattungskultur im Wandel der Zeit verändert. Die Veranstaltung lädt dazu ein, ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen und sich dem Thema offen, lebensnah und ohne Berührungsängste zu nähern.
Sich mit dem Tod auseinander zu setzen fällt niemandem leicht. Trotzdem sollte man sich frühzeitig mit Fragen rund um das Testament beschäftigen. Welche Möglichkeiten eröffnen sich durch ein Testament? Welche Arten gibt es? Was passiert, wenn ich keines mache?
Facebook, Instagram, Whats App, Amazon, Ebay und Co., aber auch Onlinebanking, Versorgungsträger sowie Versicherungsportale – wer im Internet unterwegs ist, hinterlässt persönliche Daten, Zugänge und Passwörter. Was passiert mit Online-Konten und Online-Inhalten nach dem Tod? Eine Rechtsanwältin zeigt auf, wie man seinen digitalen Nachlass regeln kann und was zu beachten ist.
Selbstbestimmung am Lebensende ist ein sensibles und zugleich wichtiges Thema. Seit einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts im Februar 2020 umfasst das allgemeine Persönlichkeitsrecht auch die Freiheit, über das eigene Lebensende zu entscheiden und hierfür Hilfe in Anspruch zu nehmen. Der Vortrag informiert über die rechtlichen Grundlagen, Möglichkeiten und Grenzen des assistierten Suizids in Deutschland und gibt einen Überblick über aktuelle Entwicklungen. Im Anschluss besteht Gelegenheit für Fragen und Austausch. Die Referentin ist ehrenamtliche Ansprechpartnerin der DGHS e.V.
