Diese Ausstellung lädt ein zu einer visuellen Reise durch Stadt- und Naturlandschaften. Im Zusammenspiel von Malerei und Collage entstehen vielschichtige Arbeiten, die Vertrautes neu zeigen. Ludmila Fischer löst alltägliche Eindrücke aus ihrem Kontext und verdichtet sie zu neuen Bildwelten – mal farbintensiv, mal in ruhigen Naturtönen. Experimentelle Techniken, etwa die Kombination von Öl und Kaltwachs, verleihen den Werken zusätzliche Tiefe.
Unter dem Leitsatz „Old decks, new tricks“ arbeitet beks. mit gebrauchten Skateboard-Decks, die sie mittels Sägen, Fräsen und Schleifen in flache Skulpturen transformiert. Ausgangspunkt sind hölzerne Boards in unterschiedlichen Formen und Größen, deren ikonische Silhouette weitestgehend erhalten bleibt. Durch das Freilegen farbiger Holzschichten entstehen reliefartige Arbeiten zwischen Pop-Art, Handwerk und Streetkultur. Gebrauchsspuren und Abnutzungen sind integraler Bestandteil der Werke und geben häufig Richtung und Motiv vor. Humor, Spiel und Irritation prägen die Arbeiten ebenso wie Bezüge zur Pop-, Skate- und Streetkultur. Titel und Seriennamen greifen Begriffe aus dem Skate-Jargon auf und eröffnen zusätzliche Bedeutungsebenen.
Vor gut 40 Jahren, am 26. April 1986, ereignete sich der folgenschwerste Unfall in der Geschichte der friedlichen Nutzung von Kernenergie nahe der Ortschaft Tschernobyl. Der Fürther Fotograf Claus W. Vogl, selbst geprägt durch die damaligen Ereignisse auch in seiner Heimatstadt Fürth, wagte im Jahr 2011 und 2013 die ungewöhnliche Reise in die Sperrzone von Tschernobyl in der heutigen Ukraine. Die Arbeiten von Claus W. Vogl führen an einen Ort, der wie kaum ein anderer für Zerstörung, Erinnerung und das Nachwirken menschlichen Handelns steht. In seinen Fotografien zeigt sich nicht nur die sichtbare Spur der Katastrophe, sondern auch eine verstörende Stille, in der Zeit, Natur und Geschichte auf besondere Weise miteinander in Dialog treten. Seine Bilder dokumentieren einen verlassenen Raum und eröffnen auch einen Blick auf Vergänglichkeit, Verletzlichkeit und die Frage, was bleibt. Sie laden dazu ein, innezuhalten, genau hinzusehen und sich einem Ort zu nähern, der bis heute zwischen Mahnmal und Mythos steht. Die Motive lassen Betrachtungsweisen zwischen Faszination, Angst und auch künstlerischer Schönheit zu.
