Fachbereichsbeschreibung.
Kurse nach Themen
Seit über 50 Jahren setzt sich eine starke zivilgesellschaftliche Bewegung für globale Gerechtigkeit ein – mit inzwischen rund 1.000 Weltläden in Deutschland. Was als Jugendprotest gegen Welthunger begann, entwickelte sich zur Idee eines nachhaltigen, fairen Konsums: von „Jute statt Plastik“ über den ersten Bio-Kaffee bis hin zum Lieferkettengesetz. Der Grundkurs gibt einen fundierten Einblick in die Werte, Ziele und Akteure des Fairen Handels. Themen wie Gütesiegel, Partnerschaften auf Augenhöhe und nachhaltige Lieferketten werden anschaulich vermittelt – ergänzt durch Filmbeiträge, Materialien und eine offene Diskussion. Leitung: Andreas Schneider (Sprecher der Weltläden Nordbayern, Leitung Weltladen Fürth seit 1989)
Pferde haben ein ausgeprägtes Bewusstsein für ihren individuellen Raum: Ein Pferd wählt oft ganz bewusst, ob es ein anderes Pferd zu sich einlädt oder es sich lieber „vom Leib hält“. Vor allem Frauen haben in der Kindheit häufig gelernt, lieb zu sein, sich anzupassen und sich nicht zur Wehr zu setzen, wenn andere Menschen verbal oder körperlich ihre Grenzen missachten. Im Kontakt mit dem Pferd gelingt es leicht, diesen persönlichen Raum wieder wahrzunehmen und bei Bedarf auch zu wahren. Einengende Glaubenssätze oder Blockaden werden bewusst wahrnehmbar und können liebevoll und behutsam gewandelt werden. Jeder Mensch darf frei wählen, wer den eigenen Kreis betreten darf und wer nicht. Dieser Kreis ist dabei im räumlichen wie auch im geistigen Sinn zu sehen. Dies wird in spielerischen Übungen mit dem Pferd erarbeitet. Die gewonnenen Erkenntnisse lassen sich effektiv auf Situationen im beruflichen und privaten Umfeld übertragen.
Heute brauchen wir alle mutigen Ritter und edlen Prinzessinnen, um den wilden Drachen Willi im Drachenwald zu besiegen, der den Schlüssel zur Schatztruhe bewacht. Gemeinsam begeben wir uns auf den abenteuerlichen Weg durch den Drachenwald, machen viele Spiele, überqueren die Wackelbrücke über den Burggraben und stärken uns bei einem Picknick. Dann kann sich jeder einen klapprigen Blechritter und einen goldenen Zauberball basteln, bevor wir gegen den Drachen kämpfen, um an die Schatzkiste zu kommen.
Er ist ein Sympathieträger, doch sein Lebensraum schrumpft: Der Igel steht inzwischen auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten. In ihrem Vortrag zeigt Margit Bilger (LBV Fürth), warum der stachelige Kulturfolger unsere Gärten braucht, welche Gefahren ihm in der Stadt drohen – und wie wir ihn mit einfachen Mitteln schützen können. Spannendes Wissen und viele Praxistipps für igelfreundliche Gärten.
Am 1. September 1939 überfiel Deutschland Polen. Wenige Wochen später, am 1. November 1939 übernahmen zahlreiche Fürther Beamte, darunter der Fürther Oberbürgermeister Franz Jakob, die Stadtverwaltung von Toruń. Sie errichteten dort ein brutales Terrorregime, das die polnische und jüdische Bevölkerung unterdrückte, ausraubte und deportierte bzw. ermordete, um jede polnische Identität auszulöschen. Die Ausstellung aus Toruń über diese Besatzungszeit wurde 2019 im historischen Rathaus gezeigt und steht nun in deutscher Übersetzung in Fürth zur Verfügung. Sie erinnert an eine in Fürth weitgehend unbekannte und nahezu einzigartige Geschichte im besetzten Polen. Die Verbrechen der aus Fürth stammenden Täter Gauleiter Albert Forster, Oberbürgermeister Franz Jakob und Adolf Schwammberger sind in Polen jedoch fest im Gedächtnis geblieben. Kamran Salimi führt durch die Ausstellung und erläutert an Hand der Ausstellungstafeln die Geschichte der deutschen Besetzung - unter Fürther Leitung.
Lust, mal außergewöhnliche Zutaten kennenzulernen? Schon mal was von Cupuaçu oder Açai gehört? Wir wollen diesen Abend den wilden und ungewöhnlichen Geschmäckern des Amazonas widmen. Und das beste: Mit dem kleinen Kochkurs trägt jede*r einzelne auch noch seinen Teil zum Schutz des Regenwaldes bei. Denn der wilde Kakao, die Paranüsse und anderen Zutaten, die wir verwenden, stammen aus Wildsammlung aus dem Amazonasregenwald. Ihre Ernte und Verarbeitung ermöglicht es Menschen in Brasilien, von und mit dem Wald zu leben und ein Einkommen zu erwirtschaften, ohne diesen abholzen zu müssen. Regenwaldschutz, der schmeckt, also! Gesunde Ernährung ist grundlegender Bestandteil von vhs-Kochkursen.
Immer heißere Sommer, aufgeheizte Innenstädte und tropische Nächte – viele Städte leiden unter dem sogenannten Wärmeinseleffekt. Doch warum ist es in der Stadt oft deutlich wärmer als im Umland? Wie können Strategien zur Stadtbegrünung, klimagerechte Architektur und innovative Lösungen zur Abkühlung des urbanen Raums dazu beitragen, das Stadtklima angenehmer zu gestalten? In diesem Vortrag gehen wir diesen Fragen auf den Grund und werfen einen Blick auf spannende Beispiele und Ansätze aus der Stadt Fürth. Jonas Köhler ist Kulturgeograph und arbeitet als Klimaschutzbeauftragter der Stadt Fürth u.a. an der Stadtklima-Analyse der Stadt Fürth mit.
Wie wird aus einem Garten ein lebendiger Lebensraum für Pflanzen und Tiere? Welche Arbeiten fallen im Frühjahr oder Herbst an? Gemeinsam entdecken wir Elemente eines naturnahen Gartens, bepflanzen Hochbeete und überlegen, wie wir selbst auf kleinstem Raum – zum Beispiel auf einem Balkon – ein grünes Paradies für Artenvielfalt schaffen können.
Sie wünschen sich einen friedvolleren Umgang in der Familie? Weg vom Schreien, dem Wiederholen der täglichen Ermahnungen, ohne dabei die eigenen Wünsche und Bedürfnisse zu „begraben“? In diesem Kurs lernen Sie, wie Beziehungen zwischen den Familienmitgliedern und damit auch die Kooperationsbereitschaft untereinander gestärkt werden kann. Auf Basis der Gewaltfreien bzw. Wertschätzenden Kommunikation (GfK) nach Marshall B. Rosenberg wird Ihnen in diesem Kurs ein Ansatz vorgestellt, wie Sie im Umgang mit Kindern und Jugendlichen Ihre Bedürfnisse, Gefühle und Wünsche gewaltfrei und ohne Vorwürfe ausdrücken. Zudem wie Sie Empathie für die Kinder und Jugendlichen entwickeln können und zu spüren, worum es ihnen ganz persönlich geht.
Können Moose Regen machen? Was unterscheidet sie von Flechten? Sind Moose für Bäume schädlich? Und wie fühlt es sich an, über einen weichen Mooswaldboden zu laufen. Auf diesem Waldspaziergang entdecken Sie Antworten auf diese und weitere Fragen. Wir tauchen in die wohltuende Atmosphäre des Waldes ein, schärfen unsere Sinne für die Schönheit und Vielfalt der Natur und lüften das eine oder andere Waldgeheimnis.
Wenn wir geschichtsträchtige Orte besuchen, so sind wir gewohnt, dass die Umgebung, die Atmosphäre, die Mauern und Gebäude uns ihre Geschichte erzählen und einen Eindruck ihrer Zeit vermitteln. Manchmal ist aber auch von einem noch so wichtigen Ort nicht mehr viel übrig. Und trotzdem muss seine Geschichte erzählt und bewahrt werden. So ist das auch im Falle des KZ-Außenlagers Hersbruck. Seit dem Krieg wurde das Gelände des Lagers weitgehend überbaut und heute erinnert nur wenig an die traurige Vergangenheit des Geländes. In Hersbruck befand sich von Juli 1944 bis April 1945 das zweitgrößte Außenlager des Konzentrationslagers Flossenbürg. Neben der Geschichte des Lagers und seiner Topographie werden bei der Exkursion der Dokumentationsort sowie der Eingang zu einem Doggerstollen aufgesucht. In Kooperation mit den mittelfränkischen Volkshochschulen Kursleitung: Barbara Raub, Kornelius Schlehlein Veranstaltungsort: Treffpunkt:91217 Hersbruck, Finanzamt, Amberger Str. 76, Parkplatz, 91217 Hersbruck Ausführende vhs: vhs Erlangen
Lesen oder schauen Sie noch Nachrichten? Klimakrise, die gesellschaftlichen Konflikte und Zukunftssorgen können in diesen Zeiten leicht dafür sorgen, das man verzweifelt oder einfach versucht, wegzuschauen. Aber nichts tun ist auch keine Lösung, oder? In diesem Workshop wollen wir nach Möglichkeiten suchen, trotz der zahllosen Krisen in der Welt nicht zu verzweifeln, sondern gerade Hoffnung und Mut aus unserem Handeln zu schöpfen. Angelehnt an die Arbeit der Tiefenökologin Joanna Macy und des Psychologen Chris Johnstone erleben wir durch kurze Impulse, Austausch und einfache Übungen, wie aus Sorge Verbundenheit und aus Verbundenheit neues Engagement entstehen kann. Der Workshop lädt dazu ein, persönliche und kollektive Ressourcen zu entdecken – für eine Zukunft, die wir gemeinsam gestalten. Sarah Brockhaus ist zertifizierte Bildungsreferentin für Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Andreas Brunnbauer widmet sich den geopolitischen Implikationen des Ukrainekriegs. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich der Krieg auf die internationale Ordnung, Machtverhältnisse und strategische Allianzen auswirkt. Beleuchtet werden u.a. die veränderte Rolle Russlands, die Positionierung Chinas sowie die sicherheits- und energiepolitischen Konsequenzen für Europa. Auch die Reaktionen internationaler Organisationen und Staaten des globalen Südens werden eingeordnet. Ziel ist es, die vielschichtigen geopolitischen Dynamiken verständlich zu machen und zur Diskussion über mögliche langfristige Entwicklungen anzuregen.
Digitale Teilhabe für alle – ein Anspruch, der in Deutschland rechtlich verankert ist, aber praktisch nicht erreicht wird. Bereits seit 2019 sind öffentliche Stellen zur barrierefreien Gestaltung ihrer Websites und mobilen Anwendungen verpflichtet. Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG), das Ende Juni 2025 in Kraft tritt, nimmt nun die Wirtschaft in die Pflicht. Es zielt darauf ab, die gleichberechtigte und diskriminierungsfreie Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und älteren Menschen am Wirtschaftsleben zu fördern. Das Gesetz enthält Anforderungen an die Barrierefreiheit von Produkten und Dienstleistungen, einschließlich Websites und Apps, und legt spezifische Vorgaben für die barrierefreie Gestaltung fest. In diesem Webtalk sprechen wir darüber, warum Barrierefreiheit so wichtig ist für gesellschaftliche Teilhabe und analysieren Herausforderungen bei der Umsetzung in Wirtschaft, Verwaltung und Bildung.
In zwei besonderen fremdsprachigen Vorträgen – einer auf Englisch, einer auf Italienisch – öffnen wir Fenster zu unterschiedlichen kulturellen Räumen, verbunden durch gemeinsame Themen: weibliche Identität, gesellschaftlicher Widerstand, Sprache als Ausdrucksmittel und Brücke zwischen Welten. “Tales of Women’s Resistance in Contemporary India” explores how Indian women navigate and confront the powerful structures of caste, class, patriarchy, and colonial legacy that shape their lives. Across India, women’s movements are reclaiming public spaces, challenging deeply rooted societal norms, and resisting oppression in both domestic and institutional realms. This talk delves into the everyday struggles, reflections, and aspirations of Indian women as they push boundaries and create lasting change in their communities and beyond. Khushboo Jain is an activist scholar engaged in agency-based political struggle. Her ethnographic study of home-making practices on the streets of Delhi critiques normative ideas of home, family, and the public–private divide. Her research spans projects on street and railway children in India, social and geographic marginality in European cities, and the Maoist movement in Nepal with a focus on women, always linking scholarship to ground realities. At the crossroads of feminism, critical theory, and lived experience, her teaching and writing draw directly from research. Currently completing her PhD at Friedrich Alexander Universität (Germany), she has resolutely transformed her findings into curricular content, teaching courses on feminist theories, contemporary Indian society, reimagining the home, child rights and law in India, and research ethics and methodology. In englischer Sprache. Ausreichend Kenntnisse in der jeweiligen Sprache sind erforderlich.
Der Begriff „Kulturkampf“ stammt aus dem 19. Jahrhundert, doch das Phänomen reicht weiter: immer wieder prallen Weltanschauungen aufeinander – Religion gegen Säkularismus, Fortschritt gegen Tradition, Freiheit gegen Ordnung. Der Vortrag zeichnet die historischen Linien solcher Konflikte nach und zeigt, wie sie das Selbstverständnis westlicher Gesellschaften bis heute beeinflussen. Er bietet eine geschichtliche Grundlage, um aktuelle Spaltungen in größeren Zusammenhang zu stellen. Simon Moritz ist Diplom-Politologe und selbstständiger Dozent in der politischen Erwachsenenbildung.
Tauche ein in eine Welt der Entspannung und Sinnlichkeit, während du die natürliche Schönheit unserer Umgebung erkundest und deine innere Balance wiederfindest. Entdecke die Welt unserer heimischen Wildkräuter und erlebe die wohltuende Wirkung des Yin Yoga. Wir starten mit der Kräuterwanderung. Du begibst dich mit Ida auf eine Kräuterreise durch den Wiesengrund, bei der du die Geheimnisse der heimischen Pflanzenwelt entdecken wirst. Erfahre Wissenswertes über die verschiedenen Kräuter, ihre Geschichte und wie du sie in deinem Alltag nutzen kannst. Nachdem wir unserem Geist etwas Gutes getan haben, ist es Zeit, unserem Körper neue Energie zu schenken. Lass dich von sanft fließenden Asanas inspirieren, während die kraftvollen Essenzen der Natur dich unterstützen und dich fit für den Alltag machen.
Alle neugierigen kleinen Forscher kommen heute mit in den Wald. Diesmal sammeln wir Waldschätze, die es entlang unseres Weges gibt. Picknick und Spiele machen wir natürlich auch noch und wir hören eine Geschichte. Kommt doch mit! Wir werden garantiert viel Spaß haben.
Nie zuvor war Information so leicht zugänglich – und zugleich so trennend. Der zweite Vortrag widmet sich den Mechanismen moderner Polarisierung: Filterblasen, Empörungsdynamiken und die wachsende Rolle sozialer Medien als politische Bühnen. Dabei werden auch politische Strategien beleuchtet, die gezielt auf gesellschaftliche Spaltung setzen. Anhand aktueller Beispiele aus Europa und Nordamerika wird diskutiert, wie Öffentlichkeit, Vertrauen und Wahrheit in einer digitalisierten Welt neu ausgehandelt werden. Simon Moritz ist Diplom-Politologe und selbstständiger Dozent in der politischen Erwachsenenbildung.
Die Gebäudebrüter – allen voran die faszinierenden Flugakrobaten der Mauersegler - wohnen schon seit Jahrhunderten mit den Menschen gemeinsam in Fürth. Ihre Präsenz am Himmel ist vor allem im Sommer zu sehen, denn sie sind Zugvögel. Aber das Zusammenleben ist bedroht, da Haussanierungen, städtische Nachverdichtung, moderne Bauweisen und Ressourcenmangel (Nahrung, Niststoffe) das Überleben in der Stadt gefährden. Deshalb beteiligt sich die Kreisgruppe Fürth des LBV am bayernweiten Projekt zum Schutz der Gebäudebrüter, welches wir vorstellen und Ihnen Tipps geben möchten zur Unterstützung der Arten. Wen die Gebäudebrüter nach dem Vortrag nicht loslassen, kann sie an verschiedenen Standorten in Fürth beobachten, wenn er sich der LBV-Exkursion am 5. Juli anschließt. Weitere Informationen im Vortrag.
Experten beobachten, dass sich besonders junge Menschen in sozialen Medien radikalisieren. In der öffentlichen Debatte werden vor allem technische Faktoren wie Algorithmen als Ursache ausgemacht; soziale Dynamiken und Gruppeneffekte werden hingegen weniger beachtet. Dabei tragen gerade Gemeinschaft und der Austausch mit Gleichgesinnten maßgeblich zur Meinungsbildung und zur Festigung von Weltbildern bei. Andererseits haben soziale Netzwerke auch positive Seiten, weil Menschen sich ortsunabhängig vernetzen, Unterstützung erfahren und Gemeinschaft erleben können. Im Webtalk möchten wir gemeinsam diskutieren, wie soziale Medien als digitale Vernetzungsräume funktionieren.
Das Konzept der „Ankunftsstadt“ stammt von dem britisch-kanadischen Journalisten Doug Saunders, dessen Buch „Arrival City: Über alle Grenzen hinweg ziehen Millionen Menschen vom Land in die Städte. Von ihnen hängt unsere Zukunft ab“ 2011 erschien. Die Ankunftsstadt wird in Deutschland heute auch als ein stadtplanerisches Instrument verstanden. Vor allem aber gestalten die Ankommenden die Arrival City selbst, indem sie öffentliche und private Räume umgestalten, dabei auf familiäre und andere Netzwerke zurückgreifen und sich den städtischen Raum aneignen. Die Menschen, die über Ländergrenzen hinweg wandern, gehören oft zu den innovativsten und beharrlichsten Bevölkerungsgruppen. Umso wichtiger sei es, in Städten gute Bedingungen für Aufstiegswillige zu schaffen. Im besten Fall befördern Ankunftsstädte so die Integration und treiben die Entwicklung der Stadt voran. Der Vortrag gibt einen Einblick in das Konzept der "Ankunftsstadt" und stellt Ergebnisse aus einer zweijährigen Untersuchung zur Alt-und Innenstadt Fürths als "Arrival City" vor. Prof. Dr. Stefan Applis, geb. 1969 in Fürth, unterrichtet an Universität und Schule Geografie und Philosophie. In seiner geografischen Arbeit beschäftigt er sich mit sozialen, wirtschaftlichen und politischen Transformationsprozessen in den Feldern der Stadt- und der Tourismusgeografie.
Bei einem Rundgang im Wald spüren wir den Boden unter unseren Füßen – wer mag, geht gerne barfuß. Wir staunen über Mooslandschaften und Ameisenstraßen und verwandeln sogar Bonbonpapierchen in Inspiration. Anschließend gestalten wir aus Laub, Ästen und Tannenzapfen kleine Kunstwerke. Diese bleiben im Wald und verschmelzen mit der Natur. „Harmlose Kunst“, begründet von Anna Hielscher, ist eine künstlerische Philosophie, die in den Alltag hineinwirkt. Sie lädt dazu ein, die Kreisläufe des Lebens wahrzunehmen.
Ob Klassiker der Literatur oder auch weniger bekannte Werke, oftmals wird in ihnen Philosophisches behandelt, ohne dass man dies unmittelbar bemerkt. Sei es, dass Schriftsteller sich mit philosophischen Fragen literarisch auseinandersetzen, sei es, dass Philosophen selbst zum Mittel der Literatur greifen, um ihre abstrakten Gedanken konkret darzustellen. In jeder Sitzung lesen und besprechen wir auszugsweise einen solchen literarischen Text in Hinblick auf die darin steckenden philosophischen Inhalte. Vorkenntnisse zu den Autoren und deren Werken sind nicht erforderlich. In diesem Kurs behandeln wir vergleichend zwei Romane von Max Frisch zum Thema Identität sowie Ingeborg Bachmanns "Malina" und "Wohnen, Dämmern, Lügen" von Botho Strauß. Dr. Peter Bernhard und Sonja Pohl, M.A., lehren am Privaten Abendgymnasium Nürnberg und am Institut für Philosophie der FAU. Dr. Bernhards Schwerpunkte sind Ästhetik, Erkenntnistheorie und Logik, Sonja Pohl ist auf Ethik und Literaturwissenschaft spezialisiert.
Wenn wir uns austauschen, gemeinsam Ideen entwickeln und einander helfen, erwacht Demokratie zum Leben. Immer, wenn wir gegen Einsamkeit vorgehen, wirkt Demokratie und hält ihre Mitglieder gesund. Im Rahmen der Reihe „Lebendige Demokratie“ lädt deshalb die KEB MittenInFranken e.V. gemeinsam mit dem Stadtteilbüro der Fürther Südstadt zu einem Spaziergang ein, um über Nachbarschaft als Keimzelle der Demokratie zu sprechen.
Schule vorbei – und nun stehen erste finanzielle Entscheidungen an: Konto, Sozialversicherung, Altersvorsorge. Doch was ist wirklich wichtig? Der Kurs bietet einen verständlichen Überblick über die finanziellen Grundlagen für den Berufsstart. Dozent Christian Neuberger erklärt praxisnah und humorvoll, worauf es ankommt, und gibt Tipps, wie man kluge Entscheidungen trifft, ohne sich von Banken oder Versicherungen überfordern zu lassen. Ideal für alle, die gut informiert ins Berufsleben starten wollen.
Wir spielen Yoga, atmen bewusst, dehnen dabei unseren Körper und bringen Geist und Seele spielerisch in Einklang und lassen es uns dabei richtig gut gehen!
Wieso komme ich zu meinem Kind nicht „durch“? Wieso erreiche ich mein Kind so häufig nicht? Die Wirkung nonverbaler Kommunikation wird oft unterschätzt. Nonverbale Kommunikation ist viel stärker als die Sprache mit Worten: Körpersprache und Tonfall machen den Hauptteil unserer Kommunikation aus. Kinder haben sehr feine Antennen dafür, wenn unser Denken, Fühlen und Handeln nicht im Einklang sind. Pferde haben das auch. Sie kommunizieren auf nonverbaler Ebene selbst eindeutig und klar. Daher fördert der Kontakt mit Pferden die Klarheit in unserem eigenen Denken, Fühlen und Handeln. Wir nehmen bisher unbewusste Gefühle besser wahr und deren Wirkung auf unsere Haltung. In spielerischen Übungen mit dem Pferd gewinnen Sie auf lebendige Art und Weise wertvolle, alltagstaugliche Anregungen für eine gelungene Kommunikation in Ihrem Familienalltag.
Im abschließenden Vortrag steht die Frage im Mittelpunkt, wie Gesellschaften mit ihren inneren Spannungen umgehen können. Welche kulturellen, moralischen und politischen Grundlagen tragen noch – und welche sind umstritten? Der Blick richtet sich auf Initiativen, die Verständigung suchen, auf Bildungsarbeit, politische Kultur und die Verantwortung der Medien. Der Vortrag ermutigt zur Reflexion über gemeinsame Werte und zur Suche nach neuen Formen gesellschaftlicher Balance zwischen Vielfalt und Zusammenhalt. Simon Moritz ist Diplom-Politologe und selbstständiger Dozent in der politischen Erwachsenenbildung.
Abendliche Führung um die Fürther Innenstadt. Viele landschaftliche Schmuckstücke existieren heute nur noch deshalb, weil engagierte Naturschützer sie vor dem Verlust bewahrt haben. Bei diesem Spaziergang am Rand der Innenstadt lernen wir die Fürther Talauen als eine gerettete Landschaft kennen. Dabei erfahren wir von der Bedeutung der Talauen und von ihrer Geschichte im Rahmen der Stadtentwicklung seit dem 2. Weltkrieg. Endpunkt Stadthalle Fürth, Weglänge: ca. 3 km
Wir stellen eine feine Ringelblumenblütensalbe - wer möchte, auch mit Schafgarbe - her. Die Salbe pflegt empfindliche, raue und rissige Haut. Auch bei Hautverletzungen und Entzündungen einzusetzen, ebenso bei leichten Brandwunden und Sonnenbrand. Zusammen mit ein paar Tropfen ätherischem Öl ist sie antibakteriell. Sie erfahren alles Wissenswerte über die Wirkung der eingesetzten Pflanze. In einem dekorativen Tiegel ist die selbstgemachte Salbe ein hübsches Mitbringsel bzw. Geschenk für Gärtner*innen und gute Freund*innen.
Erleben Sie gemeinsam mit Ihren Kindern einen entspannten und naturnahen Tag mit Islandpferden. Als Herdentiere haben Pferde ein ausgeprägtes Sozialverhalten. Bei artgerechter Haltung zeigen Islandpferde dies in besonderer Weise: Mit ihrem ausgeglichenen und gutmütigen Charakter gehen sie freundlich auf kleine und große Menschen zu. Sie lernen an diesem Tag Pferde putzen, Pferde führen sowie spielerische Übungen mit und auf dem Pferd. Körperbewusstsein, Geschicklichkeit und Gleichgewicht werden trainiert. Das gemeinsame Erleben steht dabei im Vordergrund.
Kaum ein Politiker hat die politische Kommunikationskultur so radikal verändert wie Donald Trump. Mit seinem unverwechselbaren Stil hat er nicht nur die Grenzen des Sagbaren verschoben, sondern auch neue Maßstäbe für populistische Sprache gesetzt – in den USA und darüber hinaus. Seine Rhetorik ist polarisierend, mobilisierend und oft verstörend direkt. Doch was macht sie so durchschlagskräftig? Im Mittelpunkt dieses Vortrags stehen die sprachlichen Mittel und kommunikativen Strategien, die Trumps populistischen Stil prägen. Besonders aufschlussreich wird dies im Vergleich mit Kamala Harris, die einen klaren Gegenpol bildet: Während Trump auf Emotionalisierung und Vereinfachung setzt, vertraut Harris auf institutionelle Glaubwürdigkeit und klassische Argumentation. Der Kontrast zwischen diesen beiden rhetorischen Archetypen – Populist und Demokratin – macht deutlich, warum es entscheidend ist, auch nicht-populistische Rhetorik zu analysieren. Nur so lässt sich verhindern, dass populistische Sprache zum kommunikativen Normalzustand wird. Dabei werden auch neurokognitive Mechanismen beleuchtet: Wie reagiert das Gehirn auf bestimmte Sprachmuster? Warum wirken manche rhetorischen Strategien – auch über ideologische Grenzen hinweg – so stark? Christian Zrenner zeigt kommunikative Fallstricke für demokratische Akteure im Umgang mit populistischer Sprache auf. Im Fokus steht zudem die transatlantische Dimension: Wie kann der öffentliche Diskurs widerstandsfähiger gegenüber vereinfachenden, polarisierenden Narrativen werden?
Ein Waldabenteuer der besonderen Art wollen wir an diesem Abend gemeinsam erleben. Wir begeben uns auf einen spannenden Waldspaziergang und wollen herausfinden, ob die Wildschweine schlafen gehen, wenn es dunkel wird, oder ob sie nachts munter bleiben. Auch Wichtelhöhlen wollen wir suchen. Damit niemand Angst haben muss, machen wir uns, solange es noch hell ist mit der Natur und der Umgebung vertraut und schärfen mit vielen Spielen und Aufgaben unsere Sinne. Wenn es langsam dunkler wird, können wir unseren Lagerplatz beziehen und uns Blinkzeichen wie die Glühwürmchen senden. Jeder kann sich ein beleuchtetes Wichtelhaus bauen, um den Weg zurück zu erhellen. In der hereinbrechenden Dämmerung stimmen die Singvögel ein Konzert zu unserem Picknick an und wir können vielleicht Fledermäuse und auch Glühwürmchen und andere Tiere beobachten. Nach einer Nachtgeschichte begeben wir uns wieder zurück in die Zivilisation.
Bibliotheken spielen eine unverzichtbare Rolle in ihren Communities: sie sind nicht nur die am stärksten genutzten Kultur- und Bildungseinrichtungen, sie sind gesellschaftlicher Knotenpunkt, ein Ort der Begegnung, des Lernens und der Inspiration, ein Ort sozialer, kultureller und digitaler Teilhabe. Als niedrigschwellige konsumfreie Orte sind für unsere demokratische Gesellschaft unverzichtbar, auch da sich nirgendwo sonst jeden Tag so viele verschiedene gesellschaftliche Gruppen treffen. Wie auch andere Bibliotheken hat die vobü sich weiterentwickelt vom traditionellen Fokus des Buchverleihs hin zu einer Orientierung an den Bedürfnissen der Menschen. Werfen Sie gemeinsam mit dem Team der vobü einen Blick auf die Chancen und Herausforderungen, die der Anspruch eines „Ortes für Alle“ mit sich bringt – Wie kann man diesem Anspruch gerecht werden? Wie werden die Bedürfnisse verschiedener Zielgruppen in der Bibliotheksarbeit thematisiert? Wie trägt die Bibliothek zur Demokratiebildung bei und inwiefern ist die Bibliothek selbst ein demokratischer Ort?
Kaum je hatte eine Zwischenwahl in den USA mehr Bedeutung als diesmal. Das Ausmaß, in dem die Demokratie seit Beginn der zweiten Amtszeit von Donald Trump dort Schaden erlitten hat, ist schockierend. Die Spaltung des Landes ist tiefer denn je. Der Einsatz von Nationalgarde und Militär im eigenen Land befeuert Befürchtungen, es könnten bürgerkriegsähnliche Zustände ausbrechen. Zudem heizt der US-Präsident selbst Spekulationen an, er könnte entgegen der Verfassung eine weitere Amtszeit anstreben. Werden die Wähler Trump einen Dämpfer versetzen? Nicht nur für die USA steht viel auf dem Spiel, sondern für die ganze Welt. Georg Escher, langjähriger Außenpolitik-Redakteur bei den Nürnberger Nachrichten, ist als Journalist, Referent und Moderator tätig (Schwerpunkt: Außen- und Sicherheitspolitik).
Kühler wohnen - aber wie? Außenrollo? Nachtlüftung? Ventilator oder Klimaanlage? Welche Maßnahmen sind am effizientesten, um an heißen Tagen die Wohnung kühlen zu können? Und was benötigt wie viel Strom? Der Vortrag findet in Kooperation mit der Energieberatung der Verbraucherzentrale Bayern statt. Referentin: Dipl.-Ing. (FH) Architektin Gisela Kienzle, Energieberaterin für die Verbraucherzentrale Bayern e.V. Teilnahme unter: https://join.next.edudip.com/de/webinar/kuhler-wohnen/363404
Bei einem gemütlichen Spaziergang entlang des stadtökologischen Lehrpfads entdecken wir gemeinsam, welche Naturschätze direkt vor unserer Haustür liegen. Mit kleinen Mitmach-Aktionen, spannenden Informationen und Gesprächen in Bewegung nähern wir uns der Natur in unserem urbanen Umfeld – und lernen ihre besonderen Seiten kennen.
Was können wir für den Wald im Klimawandel tun – und wie unterstützt uns der Wald im Gegenzug? Auch im Fürther Stadtwald hinterlässt der Klimawandel seine Spuren. Gleichzeitig gibt es viele hoffnungsvolle Zeichen für die Widerstandskraft des Waldes. Bei diesem Spaziergang entdecken wir diese positiven Beispiele, erleben, wie der Wald auf Veränderungen reagiert, und tauchen in seine faszinierende Welt ein. Wir erfreuen uns an seiner Schönheit und Intelligenz und lüften dabei das eine oder andere Waldgeheimnis.
