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Die Baltischen Länder – ihre Geschichte und Eigenarten

Obwohl die drei Länder Estland, Lettland und Litauen immer gemeinsam genannt werden, sind sie sehr unterschiedlich, zum Beispiel in ihren Sprachen: Die Esten sprechen eine finno-ugrische Sprache, die Letten und Litauer zwei baltische (indogermanische) Sprachen oder in ihren Religionen: Die Esten und Letten sind protestantisch, die Litauer, die jahrhundertelang mit Polen verbunden waren, katholisch.
Gemeinsam ist ihnen, dass sie lange unter fremden Herrschaften standen: Schweden, der Deutsche Orden und die später sogenannten Deutschbalten spielten eine große Rolle, wie auch Russland und die Sowjetunion, die ihre Identität auslöschen wollten.
Ein Blick in die Geschichte, die nie völlig vergangen ist, sondern die Gegenwart prägt, kann helfen, diese Länder kennen zu lernen, ihre wirtschaftlich günstige Lage an der Ostsee in der Hanse, die langen Zeiten der fremden Herrschaften, vor allem auch der Deutschen, die späte Nationsbildung, die friedlichen Revolutionen 1990 und 1991, als Litauen sich als erstes Land von der Sowjetunion lossagte und in Estland die „singende Revolution“ stattfand und dann der Weg nach Europa, in die Europäischen Union und die Nato (2004) mit einer eindrucksvollen Entwicklung zu Demokratie und dynamischen Volkswirtschaften. Estland wurde das europäische Vorzeigeland in Sachen Digitalisierung.
Bemerkenswert für die gegenwärtige Lage ist, dass die Bundesrepublik dauerhaft eine Panzerbrigade in Litauen stationiert, das an Kaliningrad und Belarus grenzt und die Gefährdung Europas in der seit 2022 veränderten Weltpolitik besonders deutlich macht.
Die Historikerin Barbara Ohm beschäftigt sich mit Themen der neueren Geschichte sowie mit der Fürther Stadtgeschichte.

Kurstermine 3

  •  
    Ort / Raum
    • 1
    • Donnerstag, 14. Januar 2027
    • 18:00 – 19:30 Uhr
    • E.4
    1 Donnerstag 14. Januar 2027 18:00 – 19:30 Uhr E.4
    • 2
    • Donnerstag, 21. Januar 2027
    • 18:00 – 19:30 Uhr
    • E.4
    2 Donnerstag 21. Januar 2027 18:00 – 19:30 Uhr E.4
    • 3
    • Donnerstag, 28. Januar 2027
    • 18:00 – 19:30 Uhr
    • E.4
    3 Donnerstag 28. Januar 2027 18:00 – 19:30 Uhr E.4

Die Baltischen Länder – ihre Geschichte und Eigenarten

Obwohl die drei Länder Estland, Lettland und Litauen immer gemeinsam genannt werden, sind sie sehr unterschiedlich, zum Beispiel in ihren Sprachen: Die Esten sprechen eine finno-ugrische Sprache, die Letten und Litauer zwei baltische (indogermanische) Sprachen oder in ihren Religionen: Die Esten und Letten sind protestantisch, die Litauer, die jahrhundertelang mit Polen verbunden waren, katholisch.
Gemeinsam ist ihnen, dass sie lange unter fremden Herrschaften standen: Schweden, der Deutsche Orden und die später sogenannten Deutschbalten spielten eine große Rolle, wie auch Russland und die Sowjetunion, die ihre Identität auslöschen wollten.
Ein Blick in die Geschichte, die nie völlig vergangen ist, sondern die Gegenwart prägt, kann helfen, diese Länder kennen zu lernen, ihre wirtschaftlich günstige Lage an der Ostsee in der Hanse, die langen Zeiten der fremden Herrschaften, vor allem auch der Deutschen, die späte Nationsbildung, die friedlichen Revolutionen 1990 und 1991, als Litauen sich als erstes Land von der Sowjetunion lossagte und in Estland die „singende Revolution“ stattfand und dann der Weg nach Europa, in die Europäischen Union und die Nato (2004) mit einer eindrucksvollen Entwicklung zu Demokratie und dynamischen Volkswirtschaften. Estland wurde das europäische Vorzeigeland in Sachen Digitalisierung.
Bemerkenswert für die gegenwärtige Lage ist, dass die Bundesrepublik dauerhaft eine Panzerbrigade in Litauen stationiert, das an Kaliningrad und Belarus grenzt und die Gefährdung Europas in der seit 2022 veränderten Weltpolitik besonders deutlich macht.
Die Historikerin Barbara Ohm beschäftigt sich mit Themen der neueren Geschichte sowie mit der Fürther Stadtgeschichte.
20.08.26 21:25:37